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Virus auf dem Vormarsch
RS-Virus dieses Jahr besonders heftig!

Was wie ein harmloser Schnupfen anfängt, kann bei Babys und Kleinkindern zu schweren Krankheitsverläufen führen. Die Kinderklinik St. Hedwig weist Eltern darauf hin, ihre Kinder mit Erkältungsanzeichen genau zu beobachten. Statt einer kleinen Erkältung könnte sich das Kind auch mit dem RS-Virus angesteckt haben. Dieser führt im weiteren Fortschreiten zu schweren Krankheitszeichen, die nur im Krankenhaus behandelt werden können. Der RS-Virus ist ein typischer Virus zur Winterzeit und tritt dieses Jahr besonders stark auf.
 
Regensburg (19.01.2017). „Regensburg hustet und schnupft" titelte eine Regensburger Zeitung vor zwei Wochen. Nicht nur Erwachsene sind heuer von einer sehr früh startenden Grippewelle betroffen, sondern auch besonders viele Kinder erkranken in dieser Wintersaison. Das liegt einerseits an der früh auftretenden Influenza, die Kinder und Erwachsene gleichermaßen betrifft. Aber zusätzlich stecken sich viele mit einem Virus an, der für Erwachsene ungefährlich, für Säuglinge und Kleinkinder jedoch eine große Herausforderung ist, da er zum Beispiel zu einer Lungenentzündung führen kann.
Es handelt sich um den so genannten RS-Virus (RSV), der nahezu in jeder Wintersaison auftritt. Alle zwei Jahre kommt es aber wie in diesem Jahr zu einer besonders starken Epidemie. Während dieser Virus, der auf die Schleimhaut der Atemwege spezialisiert ist, bei Erwachsenen nur zu Schnupfen- führt, kommt es bei Säuglingen und Kleinkindern, die noch keine ausreichende Immunität gegen diesen Virustyp ausgebildet haben, in manchen Fällen zu sehr schweren Erkrankungen. Je jünger die Kinder bei ihrem ersten Kontakt mit dem RSV sind, desto schwerer ist meistens der Verlauf. Bei vielen Säuglingen führt das dazu, dass sie Fieber und Atemnot entwickeln, nicht mehr ausreichend trinken und besonders quengelig werden. Im Extremfall kann es auch zu einem Atemversagen kommen. Dann hilft nur mehr eine künstliche Beatmung auf der Kinderintensivstation. „In den letzten Wochen mussten bereits drei Kinder mit RSV-Infektionen auf der Intensivstation der KUNO-Klinik St. Hedwig beatmet werden, weil sie so schwere Krankheitsverläufe hatten“, erläutert Intensiv-Oberarzt Dr. Holger Michel.
 
Bei vielen Säuglingen ist die Erkrankung allerdings weniger gravierend ausgeprägt. Nichtsdestotrotz müssen viele Kinder in der Klinik versorgt werden. Sie brauchen Sauerstoff, eine spezielle Inhalation und, wenn die Nahrungsaufnahme nicht mehr klappt, eine Infusionsernährung. Ungewöhnlich früh und besonders heftig hat die RSV-Infektion in diesem Jahr zugeschlagen, so dass die Regensburger Kinderklinik ebenso wie viele andere deutsche Kinderkliniken unzählige Patienten mit RSV aufgenommen hat. „Uns ist es bisher gelungen, alle Patienten aus der Region bei uns zu versorgen. Kein Patient musste weggeschickt oder an eine andere Klinik verwiesen werden“, berichtet Professor Dr. Michael Kabesch, Chefarzt der Abteilung für Pädiatrische Pneumologie an der KUNO-Klinik St. Hedwig. „Auch war es bisher bei uns nicht notwendig, Patienten auf Feldbetten in Besprechungsräumen unterzubringen, so wie dies an anderen deutschen Kliniken vor zwei Jahren bei der letzten besonders schweren RSV-Welle notwendig wurde.“
 
In den letzten Jahren wurde in der Regensburger Kinderklinik nämlich ein besonders progressives Therapieschema für RSV-Infektionen eingeführt, das erlaubt, Kinder im Schnitt einen Tag früher wieder fit nach Hause zu entlassen. „Die gute Versorgung aller Patienten aus der Region ist aber auch nur deshalb möglich, weil viele Eltern in der Klinik ein besonderes Gemeinschaftsgefühl entwickeln und zusammenrücken. Eltern verzichten immer wieder auf ein Einzelzimmer, damit alle Patienten gut untergebracht werden können“, erklärt Monika Franz von der Pflegedienstleitung.
Die Klinik St. Hedwig ergreift auch weitere Maßnahmen, um die Weiterverbreitung der Infektion möglichst zu unterbinden. Darum wurde bereits vor zwei Jahren begonnen, in der Infektsaison bei allen Mitarbeitern, aber auch bei Besuchern auf der RS- und Influenza-Station, eine Mundschutzpflicht einzuführen. Das ist zwar für die Mitarbeiter eine zusätzliche Belastung, der Erfolg spricht aber für sich: Stationsschließungen konnten damit in den letzten Jahren verhindert werden und das Klinik-Personal wird vor einer eigenen Erkrankung geschützt. Damit steht zur Versorgung der kleinen Patienten ausreichend Personal zur Verfügung

(19.01.2017)

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