mampa SPEZIAL / Partnerschaft: Michael Diaz berät / Die Lösungswerkstatt
Traditonen

Als ich begann diesen Text zu schreiben war es gerade einmal Ende September. Der Sommerurlaub soeben vorbei und die Zeichen des Herbst zeigten sich in den wunderbarsten Farben der Natur. Erste weihnachtliche Vorboten hatten gerde Einzug in die Supermärkte gehalten, aber so generell wies noch nichts, auf die alljährlichen Gedanken, Belastungen und Themen zur Weihnachtszeit hin.

Bis in einem meiner Gespräch von meinem Gegenüber, folgender Satz fiel: „Bei uns gibt es zu Weihnachten schon immer einen Truthhahn. Die ganze Familie ist versammelt und keiner von uns mag ihn, aber es traut sich auch keiner etwas zu sagen und gerne würde ich auch einmal nur ganz alleine mit meiner Familie Weihnachten in Ruhe und Stille feiern und verbringen wollen“

Es gibt zur Weihnachtszeit wohl sehr viele Menschen, entweder welche keine Familie, Freunde oder Bekannte haben, aber auch jene Menschen, welche aufgrund Ihres Berufes oder auch aufgrund Entfernungen  und finanziellen  Mitteln, die Weihnachtsfeiertage alleine verbringen werden.

Traditonen können innerhalb Familien, zwischen Freunden und Bekannten, sehr sinnvoll sein um familiäre und freundschaftliche Bindungen immer wieder zu festigen und sich ein gegenseitige Zugehörigkeit zu vermitteln.

Es sollte sich hierbei gefragt werden, ob als Tradition „die Grundlage des Essens“ oder „die Grundlage die Gemeinsamkeit“ gewählt sein soll. Aber auch wieweit die Gemeinsamkeit Spielräume offen lässt für einen Selbst, die eigene Familie und einer Möglichkeit, daß sich alle wohl fühlen, keinen Zwängen unterliegen und auch mögliche Enttäsuchungen angesprochen und schon im Vorfeld geklärt werden.

Die Adventszeit, eigentlich vom Namen her schon  die Zeit der Besinnung. Weihnachten  das Fest der Liebe.
Doch anstatt sich ihrer Namesn würdig zu erweisen, werden diese Zeiten häufig eine Zeit von Frust, nochmehr Stress, Reibereien, Enttäuschungen und Missstimmungen.

Gemütlicher Kerzenschein, der Duft von Plätzchen, Lebkuchen und Tannengrün. Die Vorfreude auf friedliche und glückliche Stunden im Kreis der Familie ist selten so groß wie zu Weihnachten. Die Kinder erfreuen sich besonders an den heimlichen Vorbereitungen der Erwachsenen und auf die Geschenke, die sie unter dem Weihnachtsbaum erwarten.

Lehnen Sie sich einmal zurück und beantworten für Sich folgende Fragen: Was genau bedeutet Weihnachten für Sie? Was genau bedeutet die Vorweihnachtszeit für Sie ? Was genau wollen Sie für Sich in der Weihnachtszeit erreichen? Was genau wollen Sie für Sich in der Vorweihnachtszeit erreichen?  Versuchen Sie nun einmal Ihre Antworten anschließend auf, vielleicht schon weihnachtliches Papier, schriftlich niederzuschreiben. Beantworten Sie die Fragen für Sich alleine oder mit Ihrem Partner/in gemeinsam, um anschließend einen gemeinsamen Weg, bei unterschiedlichen Sichtweisen, zu begehen.

Diese Fragen und Ihre Antworten können Sie auch ergänzen um folgende weitere Themen:

Traditionen – Wo und wie wird gefeiert, was wird gegessen und wie soll der Weihnachtsbaum geschmückt sein?
Zu viel Zweisamkeit -  monatelanger Alltag, Haushalt, Arbeit, Karriere, aufgehobene oder aufgeschobene Partnerschafts-oder Familienkonflikte, vielleicht auch Kinder sollen von Heute auf Morgen heruntergefahren werden und sich in Liebe und Besinnlichkeit umwandeln.  Dies wird und kann „nicht“ abprupt funktionieren. Nehmen Sie sich bereits im Vorfeld die Zeit aufgehobenes oder aufgeschobenes anzusprechen und zu klären oder auch während den Feiertagen ganz bewußt bestimmte Zeiten dafür gemeinsam einzuräumen und den Themen dann bewusst ihren Platz zu geben.
Geschenke und Erwartungen – Geschenke sollen Freude, sowohl beim Schenkenden, als auch beim Beschenkten, bewirken. Jedoch passiert es sehr häufig, daß genau dieses ausbleibt. Sprechen Sie bereits auch hierbei schon im Vorfeld darüber. Was Ihnen genau wichtig ist, was Sie sich genau wünschen und legen Sie sich einen finanziellen Rahmen fest.
Besuchs-Marathon – Bereits in der vorweihnachtlichen Zeit jagt ein Event das nächste. Auf diese Weihnachtsfeier soll gegangen werden. Hier oder da soll mit diesen und jenen Freunden und Bekannten ein Christkindlmarkt besucht werden. Und hier ist man auch noch zu Essen eingeladen und nebenbei sollen auch noch Weihnachtsgeschenke eingekauft werden. Legen Sie bereits schon im Vorfeld fest, welche Besuche sein „dürfen“ und welche Besuche sein „können“.

Klären Sie bereits jetzt schon viele erkennbare, problematische Situationen und Themen, um die anstehenden vorweihnachtlichen Tage und Feiertage für Sich und Ihre Familie besinnlich zu beschreiten.

Lösungswege und Lösungsmöglichkeiten an problematischen Herausforderungen.



(06.06.2013)

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